Hundekeks und Zauberbrei – wir wünschen uns einen Thermomix herbei.

„So eine Merkelei*!“, brummelt die Chefin vor sich hin, begutachtet den kleinen Plastiklöffel mit der orangefarbenen Nahrungskonsistenz und schiebt ihn sich selber in den Mund.
„Hm, hm, lecker. Ich weiß gar nicht, was du hast. Der Kürbisbrei schmeckt prima!“, hält sie einen Monolog mit der Mini-Chefin. Diese grinst sich wie üblich eins und kontert gedanklich, dass die Mutter dann ihren Brei selber essen könne, wenn er denn so gut ist.
„HALT!“, möchte ich rufen. „HALT!“, seit wann mutiert die Chefin denn zum Resteverwerter? Das ist doch die Aufgabe des 50%igen Männeranteil im Hause des Rockstarhundes. Und da der Chef gerade nicht anwesend ist, weil er arbeiten muss, melde ich mich zum Doppeldienst.

„Hallo? Chefin…!“

Da hat mein Frauchen doch die ganze Portion verdrückt, sehr zur Freude des Minimadame, die nun ihrerseits quietschvergnügt nach der Milchbar illert.
Geheimes Abkommen… Soviel zur Solidarität von Zwerg zu Hund. Na warte, irgendwann fällt dein Lieblingsspielzeug aus Versehen vom Sofa auf den Boden, denke ich und trolle mich auf mein Kissen.

Später am Tag lausche ich den beiden Obrigkeiten bei einem interessanten Gespräch.
„…weniger Nahrungsmittel, die wir schlussendlich entsorgen, weil wir sie nicht verbraucht haben und diese nun verdorben sind. Wir kochen dann genau die Menge, die wir benötigen und werfen weniger weg. Zudem ist der ganze Kochvorgang gesünder. Und selbst der Babybrei geht einfacher zuzubereiten. Das ist keine Anschaffung für das nächste Jahr, sondern für viele Jahre und ich denke, dass sich somit der Kaufpreis über die Zeit amortisiert.“

Und wieder möchte ich rufen: „HALT! Ich bin doch euer Resteverwerter, dann bleibt noch weniger für mich übrig.“, doch die Chefin argumentiert weiter.

„Auch Hundekekse kann der Thermomix**.“

Was? Hundekekse? Thermomix? Keine Ahnung was das Mixding ist, aber wenn die Chefin damit Hundekekse zaubern kann, gibt es eine klare FÜR-Stimme von mir. Dann verzichte ich eben auf das Resteessen.
Der Chef nickt. Ob nun aus Resignation oder Überzeugung, kann ich nicht genau sagen. Die Mini-Chefin und ich gucken uns an und zwinkern uns verstehend zu.

Hat jemand Erfahrungen mit dem Thermomix machen können und mag diese mit uns teilen? Lohnt sich die Anschaffung wirklich? Der Preis ist ja ziemlich üppig… Der Chefin geht es vor allem um eine Nutzen-Zeit-Erfahrung. Heißt, wenn sie weniger Zeit für das Kochen aufwendet, das Ergebnis dabei jedoch nahrhaft und gesund bleibt, hat sie mehr Zeit für den Zwerg und mich. Geht die Rechnung auf?

Vielen Dank und bleibt gesund,
grüßt freundlich euer Rockstarhund.

 

*Ironie on, siehe Post über geheime Abkommen, Möhrenbrei und Merkel(eien) hier

**Werbung, da Namensnennung, obwohl noch kein Thermomix gekauft wurde…oder gesponsert 😀

 

Über Macken und Karma

Die Chefin sagt immer, ich wäre ein Klischee-Hund, was meine Macken betrifft. Weil ich die Postleute angeblich nicht leiden kann. Weil ich laut belle, wenn ich schon von weitem die gelbe Kleidung sehe, oder die blaue von den anderen Briefzustellern. Dabei habe ich gar nichts gegen die Menschen – im Gegenteil. Viele von denen versuchen mich auf ihre Seite zu ziehen, zeigen mir, dass sie mich und im allgemeinen Hunde mögen. In ihren Taschen finden sich Leckerlis und ihre Hände kraulen mein Fell. Das ist doch prima! Manchmal belle ich schon deswegen, damit sie wieder versuchen mich zu besänftigen und damit sie ein Erfolgserlebnis haben, wenn ich dann lieb vor ihnen sitze und mich verwöhnen lasse. Aber eigentlich geht es mir um diese Gefährte, auf denen sie sitzen und von Tür zu Tür rollen. Die großen Taschen, in denen man junge Hunde anstelle der Post verstecken kann und die klappernden Geräusche, wenn sich diese Monster bewegen. Deshalb belle ich. Um sie zu verjagen. Damit sie mich nicht packen und fortschleppen. Nenne es Macke, ich sage, es ist Vorsicht.


Und ich gehe nicht unter einer Leiter hindurch – oder in unserem Fall unter einem Babyhochstuhl. Die Chefin hat dann mal geguckt, was Google zu diesem Aberglauben sagt und meinte, ich hätte wohl Loslass-Ängste. Aha! Schon mal drüber nachgedacht, dass das Gewicht der Mini-Chefin eventuell nicht Normgerecht ist und dass das Plastikstühlchen irgendwann nachgeben könnte? Was, wenn ich mich dann gerade darunter befinde? Außerdem ist es nicht gut fürs Karma, unter ungleichschenklichen Dreiecken hindurch zu gehen.

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