Das Ende der Sendepause.

Der Rockstarhund meldet sich aus einer extrem verlängerten Sommerpause zurück. Fünf Monate sind vergangen, ohne ein schriftliches Lebenszeichen. Doch warum? Ich möchte an dieser Stelle festhalten: Ich war es nicht! Ich habe keine Schuld. Es gab genug zu berichten, denn der Unfug in meinem Kopf ist grenzenlos. Beschwerden sind bitte bei meinen Menschen einzureichen. Beide sind maßgeblich an der Sendepause beteiligt. Ich möchte nicht ins Detail gehen, aber der Chefin war knapp fünf Monate lang schlecht und dann wurde sie um die Mitte herum immer rundlicher.

Manchmal blinzele ich morgens vorsichtig durch müde Augenlider, ganz vorsichtig, weil ich nicht weiß, ob über Nacht nicht noch ein Zentimeterchen dazu gekommen ist. Sie riecht auch ganz toll und ich weiß, dass in ihrem runden Bauch etwas zappelt. Sie zeigt auch immer drauf und ruft: „Guck! Da ist ein kleines Menschlein drin, das gehört zu uns. Du wirst bald ein großer, haariger Bruder.“ Dann werden ihre Augen ganz feucht und ich weiß, dass ich noch mehr auf sie aufpassen muss. Deshalb belle ich jetzt schon vorsorglich, wenn wir auf eine Runde loslaufen. „Aaaaacccchhhhtung! Hier kommt der Rockstarhund und ich habe sensibles Gut dabei. Also alle runter von der Straße, macht Platz, wir kommen.“

Okay, das Schritttempo hat sich verringert, die Pausen zwischendurch sind größer geworden und der von vorn herein unterentwickelte Wurfarm der Chefin, gleicht dem müden Schwanzwedeln meines alten Kumpel Ed. Doch das ist okay. Ich passe mich an. Nur manchmal grinse ich versteckt hinter einem Baum, wenn die Chefin die Anhöhe eine Mini-Berges hinauf schnaubt. So ein bisschen Schadenfreude muss sein. Auch wenn ich diese Momente sehr genieße, denn sie hat plötzlich viel mehr Zeit für mich und krault mir einmal mehr mein silberfarbenes Kinn. Und viele neue Dinge halten bei uns Einzug. Seit gestern habe ich auch einen riesigen Kofferraum ganz für mich allein. Der gehört zum neuen, alten Auto der Chefin. Ein Erwachsenen-Auto, wie es ihre Freundin nennt. Eine Familienkutsche eben, mit ein paar vielen Kilometern auf dem Buckel, aber sehr geräumig.

„Noch“, mein Freund, hat sie gesagt, „Noch hast du hinten den ganzen Platz für dich allein. Doch bald schon steht da das neue Auto von unserem Bauchmenschlein drin und dann wird es wieder eng.“ Bis dahin erfreue ich mich an dem Mehr, was mir zuteil wird. Mehr Platz, mehr Zeit, mehr Krauleinheiten. Jetzt wisst ihr erst einmal Bescheid. Ich melde mich wieder. Wahrscheinlich in Kürze.

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