Die Chefin und ich am Rande des Wahnsinns.

Beim Rockstarhund war viel los in der letzten Zeit, so viel, dass nicht alles in eine Geschichte passt. Aber lasst mich erzählen, von den Dingen, die meine Chefin und mich an den Rand des Wahnsinns und wieder zurück brachten, von Gästen, die mein Bett belegten und meinem trickreichen Leckerlikonsum.

Die Chefin schüttelt nicht verstehend ihren Kopf, während sie auf ihr Smartphone starrt. Dann wischt sie hier und tippelt da, schüttelt den Kopf noch heftiger, so dass sich die kunstvoll arrangierten Haarwellen zu einer Sturmflut aufstellen. Dann legt sie das Handy weg und schaut mich grübelnd an.

„Hund“, beginnt sie mit fester Stimme und ich ahne Schlimmes „Wir müssen in Zukunft kürzer treten. Also du an der Leine. Das heißt, dein Wende- und Schnupperradius wird um mindestens sechs Meter gekürzt. Du läufst ab heute bei Fuß.“

Ich gucke sie aus treuherzigen Augen an, sehe die Worte aus ihrem Mund purzeln und versteh doch so gar nicht ihren Inhalt.

„Warum?“, stöhne ich fragend auf, und wie immer deutet die Chefin meine nonverbale Kommunikation richtig.

„Im Park ist mal wieder ein Irrer unterwegs, der Giftköder auslegt. Diesmal gut getarnt als belegte Schulbrote. So sieht es zumindest für die Spaziergänger aus. Wie weggeworfene Schnitten, die ein Kind nicht mehr essen wollte. Doch darin verbirgt sich Rattengift. Und als ob das nicht schlimm genug wäre, liegen diese Scheiben nahe des Kinderspielplatz aus. Das dritte Mal schon. Ich verstehe diese Menschen nicht. Was geht in deren Hirn vor? Oder ist im Oberstübchen nur das Licht an und keiner daheim?“

„Die Chefin und ich am Rande des Wahnsinns.“ weiterlesen